Satower Land e.V.
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Kirche und Pfarrhof Hanstorf
Die Existenz des Dorfes wurde am 19. April 1319 mit dem Namen Johannestorp erstmalig dokumentiert.
Auf dem von einer Ziegelmauer umgrenzten Friedhof befindet sich auf einer leichten Erhöhung die Dorfkirche - eines der schönsten mittelalterlichen Bauwerke der Region.


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Kirche OstseiteNeugotischer Orgelprospekt und Friese-OrgelKastengestühl im ChorWappenschnitzereien an der Patronatslogenbrüstung


Linker Hand auf dem Friedhof steht ein Obelisk, auf dem die Inschrift Pastor Musäus zu lesen ist. Er verfasste ein Buch über die Sitten und Bräuche Mecklenburgs.
Anfang des 14. Jh. wurden die Wände des Kirchenschiffes in Backstein und Feldstein errichtet. Der Chor bildete ursprünglich ein mit einem Kreuzgewölbe geschlossenes Quadrat, das mit Schlitzfenstern wie an der Nord- und Südseite erleuchtet wurde.
Am 18. November 1699 wurde der ehemalige Turm nach einem Blitzschlag völlig zerstört und der neue hölzerne Turm (Anf. 18. Jh.) bedeutend niedriger gehalten, jetzt mit einem Zeltdach als Turmabschluss.
Darin hängen 4 Glocken: drei Eisenhartguß und eine kleine Bronzeglocke (1779) von Johann Valentin Schulz aus Rostock.
An der Südseite des Schiffes ist ein spitzbogiges Stufenportal zu sehen.
Bis 1989 zählte die Hanstorfer Kirche zu den letzten ihrer Art, die noch mit der althergebrachten Dachdeckung versehen war. Als sie dann aber 1990 neu eingedeckt wurde, beließ man zu Anschauungszwecken das Dach an der nördlichen Turmseite im Originalzustand, um ein Beispiel für die einst übliche Mönch-Nonne-Deckung zu erhalten.
Im Innern der Kirche befindet sich das Kreuzrippengewölbe auf schlichten Konsolen. Die Bemalung wurde Ende des 19. Jh. vorgenommen. Die Kanzel von 1585 mit dem Namen des Pastors H. Christofer Schuslow und seiner Gattin Margarete ist am Korb von Halbfigurenbildern der Evangelisten geschmückt und schließt mit dem Schalldeckel aus der Zeit um 1700 ab.
Den Kirchenkasten treffen Sie in Form einer Truhe von 1672 mit Eisenbeschlägen an.
Im Mittelfeld des Altars aus der 2. H. d. 18. Jh. ist eine plastische Kreuzigungsgruppe vor einer gemalten Landschaft dargestellt. Darüber sieht man die ursprüngliche Bekrönung: das Auge Gottes in Strahlen. In der Predella finden Sie das Ölgemälde der Abendmalseinsetzung.
Die beiden Seitenfenster der Apsis sind mit zahlreichen auf Glas gemalten Wappen: Familie von Fineke, v. Halberstadt, v. Behr, v. Linstow, v. Wangelin, v. Flotow und v. Oertzen 17./18. Jh. versehen worden.
Ende des 14. Jh. wurde das Sakramentshaus an der Nordwand des Chores in Form einer steilen Fiale oberhalb eines vergitterten Schränkchens gefertigt.
Bewundern Sie auch das Epitaph des Oberst-Leutnant Detloff von Oertzen auf Gorow und Schwastorf mit seinem Lebenslauf und Dienstzeit (leider kaum noch lesbar)!
Der ehemalige Turmraum wurde flach gedeckt und die darunter befindliche Orgelempore mit einem neugotischen Orgelprospekt ausgestattet. Hof-Orgelbauer F. Friese zu Schwerin baute die Orgel.
Aus der Werkstatt Müller zu Quedlinburg entstammt das nördliche Chorfenster.
Die zwei Patronatslogen auf hölzernen Stützen (im Kirchenschiff von 1671, im Chor aus dem 18. Jh.) wurden an der Brüstung mit verschiedenen Wappenschnitzereien bestückt.
Der gesamte Chor ist mit Kastengestühl ausgestattet.
An der Südseite wurde 2000 eine Winterkirche eingeweiht. Das Parament - "Die Arche Noah" stiftete im Jahre 2001 Gisela Feist.


ErlebnisscheuneOase für müde FüßeMichael Fischer bei der ArbeitWiederaufgebautes BackhausPfarrgarten mit ScheunePfarrgarten mit ScheuneScheune innen


Unweit der Kirche befindet sich der Pfarrhof Hanstorf. Er gehörte im Mittelalter zum Rostocker Archidiakonat. 1541 klagt ein Geistlicher über nicht reichende Einkünfte, deshalb wurde sie auch als Hungerpfarre bezeichnet.
Mit dem Freizeitheim, dem Bauerngarten, dem Scheunenprojekt und dem Backhaus haben sich mehrere Projekte entwickelt, die Menschen mit unterschiedlichen Interessen anziehen. Um das Pfarrhaus herum entwickelt sich ein ganz neues Leben und der Pfarrhof Hanstorf wird ein immer wichtigerer Anlaufpunkt des Dorfes. Dies ist der Beginn eines neuen Bewusstwerdens von Kirche im Dorf. Die "Begegnungsstätte Lebensraum Pfarrhof Hanstorf" könnte so ein Ort der Begegnung von Menschen mit verschieden gelagerten Interessen werden. Generationen- und interessenübergreifend können sich hier Menschen unter dem Dach der Kirche treffen, einander begegnen und wiederfinden. Es soll möglich werden, anknüpfend an Altes das Neue zu verstehen und zu begreifen.


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